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November

November 5, 2009

November heisst nur noch knapp 2 Monate 2009. =)

Caught in the headlights
Now there’s no place to run or hide
And I’m at the point where things are breaking

And that would bring you to mind
Was that my life I wasted?
I was your secret and I always kept it

In Early November
When the wind’s blowin’ colder
I would loose myself at the front of your door
I’m wantin’ so much more

And if I could peer into the future
If I could have some kind of answer
Would someone please say, „Is it time to go?“

Every winter
When the wind’s blowin’ colder
I would loose myself at the front of your door
I’m wantin’ so much more

And if I could see, yeah
There’s anyone out there… is anyone out here?

In Early November
When the wind’s blowin’ colder
I would loose myself at the front of your door
I’m wantin’ so much more

If I could help it
I wouldn’t feel it anymore
Am I crazy, or am I blind?
You’re closin’ our window of time…

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Home?

Oktober 2, 2009

„This Is Home“ ist ein schönes Lied. Echt, ich mag’s sehr und nicht nur weil ich mich sah wie ich durch eine bestimmte Stadt ging mit einem Mantel an und einer schwarzen Aktentasche in der Hand, als ich das Lied zum ersten Mal hörte. Ich kämpfte von dem Tag an noch mehr… ich wollte unbedingt in diese Stadt kommen, dort leben und wohnen.
Machen wir’s kurz. Ich hatte die Chance dorthin zugehen. Und hab sie abgelehnt. Seit ein paar Wochen stell ich mir die Frage ob es wirklich die richtige Entscheidung war. Noch ehe ich mein eigentliches Heimatsdorf verlassen hatte. Ich wollte allerdings mit niemandem drüber sprechen. Es waren private Gedanken, die mir durch den Kopf gingen. Nun nachdem ich einige Zeit lang in meiner neuen Heimat wohne, werden die Gedanken immer grösser. Versteht mich nicht falsch, ich bin eigentlich schon froh hier zusein, aber das… „what if“ nervt mich gewaltig. Vielleicht hätte ich diese „Vision“ sollten zur Realität machen. Ich hatte die Chance. Ich hatte sie, verdammt nochmal! Ich bin ein Idiot.

Ich weiss, dass mir meine Entscheidung von damals wahrscheinlich für die Zukunft mehr bringt und mich wohl eher an mein eigentliches Ziel bringt… aber jetzt… hier und heute. -.-

Ich frag mich dauernd ob ich diese andere Stadt an diesem oder am nächsten oder sonst einem Wochenende besuchen soll. Oder? Hach… das klingt mal wieder nach einer „Lose-Lose Situation“. Wenn ich hingehe und es gefällt mir, bin ich noch wütender auf mich als vorher. Wenn ich nicht hingehe, wird dieses „what if“ immer grösser. Wenn ich hingehe und es gefällt mir nicht, bin ich wahrscheinlich zu enttäuscht und meine Stimmung ist auf einem absoluten Tiefpunkt. Als ob sie das nicht jetzt schon ist.

Ich hasse dieses Jahr. 2009 soll endlich vorbei sein. Bitte, ich bin einer der gerne mal die Zeit anhalten will, aber dieses Jahr soll endlich sein Ende finden. Und jetzt erst Oktober. Das bedeutet noch 3 ganze Monate voller Sch****. Ich will nicht mehr. Ich kann nicht mehr.
3 Monate lang noch diese gute Miene zum schlechten Spiel machen?

Der russische Schriftsteller Dostojewski schrieb einmal: „Ohne Heimat sein heißt leiden.” Er hat Recht. Definitiv.

Eigentlich hab ich in den letzten paar Tagen mit irgendjemandem drüber zusprechen, doch hier kann ich natürlich niemanden nach einer „objektiven“ Meinung fragen, im Internet trieben sich nur die Freunde rum, die mir erzählen wollen was für eine „harte“ Zeit sie grade durchmachen (harte Zeit? Ihr habt eure besten Freunde um euch 24/7… ihr seid nicht in einer fremden Grossstadt in der ihr niemanden kennt!), darauf hab ich kein Bock. Das hier war also dann wohl mein letzter Chance: das Bloggen.

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Hugs

September 16, 2009

Irgendwie komisch. Ich habe mich in letzter Zeit von ziemlich vielen Leuten verabschiedet und immer endet es mit einer Umarmung. „Mach’s gut!“ folgt darauf. Mach’s gut. Das hoffe ich auch. Das alles gut geht. Wir kämpfen uns durch die Nacht, durch die düsteren Strassen der Stadt. In wenigen Momenten kommt die letzte Umarmung. Ein kleiner Hund steht uns im Weg und ich bedanke mich innerlich bei ihm dafür. Das gibt nochmal ein paar Sekündchen. Ich will nicht. Es soll nicht aufhören. Alles soll so weiter laufen wie in den letzten Wochen. Doch es geht nicht. Der Hund ist schnell wieder weg und der Abschied kommt mit dem Schnellzug angerasst. Ich bring dich nochmal zum Lachen… und dann… sind’s nur noch ein paar Meter. Noch nie sind diese geschätzten 5 Meter so schnell an mir vorbei gerast. Es hat keinen Zweck. Ich kann die Zeit nicht stoppen. Das ist einer meiner Träume die wohl nie in Erfüllung gehen werden. Du drehst dich um, schaust mir in die Augen… ich sehe wie deine Arme immer grösser werden, immer und immer grösser, schon fast so wie bei Michael Jordan in Space Jam.

Es dauert sicherlich nur Sekunden diese Umarmung. Nicht länger als alle vorherigen. Und wie bei allen Vorherigen will ich dich kaum loslassen. Wenigstens jetzt soll die Zeit still stehen, diese verrückte Welt wenigstens etwas länger mal ruhen und mich einfach nur mich seien lassen. Doch diese Hoffnung stirbt in dem Moment als du deine Hände langsam von meinem Rücken lösst. Du wünschst mir „Alles Gute“ und einen guten Start ins neue Leben. Ich lächele, oder versuch es zumindest, bedanke mich, und schaue dir nach wie der Wind dein blondes Haar nach hinten wirft und du in die Nacht verschwindest.

hugs

Und irgendwie bin ich danach so durcheinander, dass ich nicht mal mehr weiss wo ich eigentlich hingegen muss. Nach links oder nach rechts. Keine Ahnung. Meine persöhnliche Welt steht noch für ein paar weiter Minuten still. Es ist noch so als ob ich dich noch umärmeln würde. Wie sagt meine Grossmutter immer zu mir über Freundschaften: ‘Das was du um sonst bekommst, lernst du erst richtig schätzen und lieben wenn du es nicht mehr besitzt.’ Unser Freundschaft geht zwar weiter, aber irgendwie versteh ich diesen Satz heute etwas besser als noch vor einigen Wochen.

Und ich glaube es war Goethe der einmal sagte: „Man muss oft etwas Tolles unternehmen, um nur wieder eine Zeit lang leben zu können.” Und mit dieser Erkenntnis und Hoffnung auf gute Tage und Woche verabschiede ich mich von diesem Dorf.
…auf ein neues Leben!

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It scares the hell out of me

August 23, 2009

Sorry dass ich hier so lange nichts mehr geschrieben habe aber wie schon im Februar (glaub ich) angekündigt hatte ich mir die letzten Monate mit sehr viel Extra-Arbeit voll belegt. Sie sollte eigentlich ablenken, tat sie aber nicht. Na gut. Ich weiss dass es manchmal wohl schwieriger ist, herauszufinden ob meine Texte real oder Fiktion sind. Sagen wir mal so, einige sind 100% real, andere haben gewisse Abschnitte die wirklich passiert sind während der Rest Fiktion ist.
Dieser Post ist real! ;)

In weniger als 4 Wochen werde ich nicht mehr hier sitzen. „Was schöneres gibt es nicht“ hätte ich noch vor kurzem gesagt. Endlich raus hier. Raus aus diesem Dorf. Jetzt denke ich etwas anders. Versteht mich nicht falsch, ich will noch immer in diese Stadt ziehen, dort leben, dort studieren aber wenn man so lange dieses Leben gewohnt ist (eigentlich seit ich denken kann, lebe ich hier). Eigentlich bin ich ja ein „change“-Typ, jemand der den Status Quo gerne herausfordert und das auch in gewisser Weise auch von anderen fordert, doch jetzt…
Hmm… zu wissen dass in weniger als einem Monat sich ALLES verändern wird, „scares the hell out of me.“ Wenn auch zur gleichen Zeit, ich froh bin dass es endlich passiert.

Hmm… ob ich das hier posten soll? Keine Ahnung. Wahrscheinlich versteht es sowieso keiner. Jedenfalls scheint diese scheiss Achterbahnfahrt der Gefühle weiter zu gehen. -_- Wie viele Tage sind’s eigentlich noch bis Silvester?

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Alles geht mal zu Ende

Mai 8, 2009

Als ich im Januar und Februar nieder geschmettert war, haben mich meine Freunde wieder zum Lachen gebracht. Es ist schön wenn man Freunde hat. „It isn’t knowing that your friends have your back, it’s knowing that you have your friends back“, sagte Matt Buckner im Film ‘Green Street Hooligans.’ Meine Freunde sind zwar keine Hooligans, aber ihren Rückhalt habe ich trotzdem.
In wenigen Stunden muss ich Abschied von ihnen nehmen. Unsere Wege trennen sich. Noch vor einem guten Jahr konnte ich es mir nicht vorstellen mal so eine Freundschaft aufzubauen. Sich hier wohl zufühlen. Es kam wie es kommen musste und so erlebte ich die schönsten Monate meines bis jetzt (kurzen) Lebens. Ich glaub ich hab mich noch nie so gut amüsiert wie in dieser Zeit.
Eins, zwei und… drei, war nur der Anfang von einer tollen Zeit. Nun geht sie zu Ende. „Zu wissen dass man beide Welten nie miteinander verbinden kann ist das Schlimmste was ich bis jetzt realisieren musste“, sagte noch vor einigen Monaten eine Austauschschülerin im Fernsehen. Ich hatte damals geschmunzelt und es als „schön“ empfunden. „Sie lebt” dachte ich mir und war froh für sie auch wenn ich sie nicht kannte. Jetzt. Ein knappes Jahr danach, fällt mir dieser Satz ständig wieder ein.

Goethe sagte mal:

Laß mein Aug den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen,
Und ich bin doch sonst ein Mann.

Ich glaub die kommenden Stunden werden die schwierigsten sein die ich seit ein paar Jahren durchleben muss. Ich habe schon fast Angst dass ich es ohne Tränen nicht überstehen werde. Abschied nehmen ist einfach nur hart.

Lyrics | Plankeye – Goodbye lyrics

Bin ich traurig? Ja. Definitiv. Bin ich glücklich? Ja. Glücklich diese Menschen kennen gelernt zuhaben und sie ein Teil meines Lebens sind. Werde ich sie vergessen? Niemals. Das wäre so als ob ich einen Teil von mir vergessen würde.

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Das Familienessen

April 15, 2009

Eigentlich hatte ich nicht mit einer gerechnet, doch ablehnen wollte ich auch nicht. Ich wollte dahin und diesen Tag mit ihr und ihrer Familie verbringen. Ich wusste nicht ob sie noch andere Freunde eingeladen hatte oder ob ihre Geschwister Freunde eingeladen hatten. Keine Ahnung ob ihre Eltern ihre neue Partner mitbringen würden und ob wir vielleicht einen Moment für uns ganz alleine bekommen würden.

Es hatte den ganzen Tag geregnet und es war eigentlich ein „bleib im Bett liegen“-Tag, doch hey… wenn ich dies jetzt tuen würde, wäre alles vorbei. Ich bereitete mich also auf den Abend vor, das heisst ich besorgte Blumen und natürlich ein Geschenk für den gemeinsamen Moment. Als ich endlich einen perfekten Anzug angezogen hatte – ja das dauert auch bei Männern manchmal länger – machte ich mich langsam auf den Weg zu ihrem Haus. Es hatte für ein paar Sekunden aufgehört zu regnen. Ein Zeichen von oben? Jedenfalls konnte ich so meinen neuen Mantel anziehen, in dem ich, und das muss ich hier einfach mal so sagen, einfach fabelhaft aussehe. :)
Ich schaffte es grade noch so zu ihrem Haus. Es hat nämlich grade wieder mit Regen angefangen. Doch zum Glück bin ich jetzt schon im Trocknen. Der Freund ihrer Mutter hat mir grade die Tür geöffnet. Ob die Blumen für ihn wären, fragt er mich schmunzelnd. Ich sei nicht von diesem Ufer, es tue mir leid, antwortete ich ebenfalls lächelnd. Ich verstehe mich gut mit Bob. Er ist ganz ok, vielleicht auch weil er weiss dass er nur der Freund der Mutter ist und ich schon den Vater und die Brüder gegen mich habe.

Amy’s Mutter kommt die Treppe runter und sagt gleich: „Amy ist leider noch nicht da. Sie ist noch unterwegs, mit… ehm… soll ich dir die Blumen abnehmen.” Mit wem ist sie unterwegs? Hach, da war sie wieder meine grosse Eifersucht, dabei sind wir nicht mal zusammen. Noch nicht. „Die Blumen waren sowieso für Sie gedacht, Mrs. Hammer”, sagte mein Mund ohne dass mein Verstand drüber nach gedacht hätte. „Schön sind sie. Danke.”, lautete ihre Antwort. Da fragte mich Bob, doch glatt ob ich jetzt hinter Amy’s Mutter her wäre. Mann, wieso kann Bob nicht Amy’s Vater sein? :S

Eine gute Stunde später…

Amy ist endlich da. Sie sieht mal wieder toll aus, auch wenn ich ihr das nicht so gesagt habe. Sie hatte ein langes, schwarzes Kleid an. Wunderschön. Doch leider, und das verdanke ich ihrem Vater, sitze ich während dem Familienessen nicht neben ihr, sondern neben ihm. Er wolle mal ein kleines „Männergespräch“ mit mir haben. Ich war, das muss ich vielleicht als kleine Anmerkung für die Leser dieses Blogs hinzufügen, das einzige Nicht-Familienmitglied am Esstisch. Amy’s Bruder durften nicht, ihre Schwester wollte nicht und Amy selbst wollte nur mich als Gast dabei haben. Peinliche Moment vorprogrammiert!
Es starte mit einem Hollywood-Klassiker. Als guter Atheist wollte ich gleich ans Essen rangehen. Nix da, die Familie ist zum Teil streng gläubig. Amy ist es nicht, aber die Majorität siegt nun mal in einer Demokratie. Ob das nun gut oder schlecht ist, kann jeder für sich selbst beantworten. Jedenfalls hatte ich mit dieser Szene schon (wieder) einen Negativpunkt bei Amy’s Dad gelandet. Grossartig.

Während des Essens sollte dann ein kleines „Männergespräch“ stattfinden. Amy’s Brüder waren auch dran beteiligt. Trotzdem war ich derjenige der die Fragen beantworten musste. Eine Gegenfrage war nicht erlaubt, oder sagen wir mal so, ich traute mich nicht wirklich eine zustellen. Bob wiederum hielt sich aus dem Gespräch komplett raus und lächelte manchmal nur in meine Richtung. Er unterhielt sich viel mehr mit Amy. „Wie läuft es mit den Anmeldungen? Schon Antworten bekommen? Also du hast sicher schon welche bekommen. Sind sie positiv? Oder doch eher negativ?“, lautete ‘eine’ Frage von ihrem Dad. Antworten hätte ich bereits bekommen antwortete ich. „Eine Entscheidung getroffen?”
„Nein, Sir.”
„Was ist denn im Moment eher wahrscheinlich?”
„Was meinen Sie?”
„Na, geht’s ab nach Canada, die USA oder bleibst du doch noch hier in England?”
„Hmm…”
„Ich hasse Unsicherheit bei Leuten”, unterbrach er meinen ‘Satz.’ Amy’s Brüder schüttelten einfach den Kopf. Ich war gefangen. Gefangen am Esstisch einer Freundin, die ich vor einigen Minuten noch zu der Freundin machen wollte. Jetzt aber war ich mir da nicht mehr so sicher. Ob ich dann jedes Mal so ein „Männergespräch“ durch machen muss?

„Es ist ein grosser Schritt und Amy…”
„Und Amy was? Wieso hängt deine persöhnliche Entscheidung von meine Tochter ab?”

Das ist DIE Frage. Auf einmal ist alles im Haus ruhig. Selbst die Katze hört auf zu schnurren und schaut wie alle anderen Lebewesen im Haus mich an. Ich spüre Amy’s Blick. Ich weiss dass die Antwort auf diese Frage alles entscheiden wird. Ich blicke rüber zu Amy. Ganz langsam, damit ich alle Gesichter sehen kann. Ich fange regelrecht an zu schwitzen. Alle starren sie mich an. Und dann ist sie da… Amy. Ihre braunen Augen durchdringen meinen Körper und sehen auch aus als ob sie sich nicht ganz sicher ist, was meine Antwort seien wird. Ich will dies jetzt nicht vermasseln.

„Hmm…Sir… es ist so. Ich kenne ihre Tochter jetzt schon seit einigen Wochen. Ich habe viele Seiten an ihr entdeckt. Also ehm… persöhnliche… also… hmm… nicht sexuell…ehmm… ich glaub sie verstehen es, oder? Ich bin einfach schon vor einiger Zeit zum Entschluss gekommen, dass ich ihre Tochter in meinem Leben haben will. Sie ist eine… [Pass auf was du jetzt sagst!] Sie ist… sie ist mir wichtig. Ich weiss, ich hab vielleicht noch nicht alle ihre Fragen beantwortet – ich werde dies sicher und gerne tuen – doch bitte, lassen sie mich meine Antwort auf ihre letzte Frage etwas anders beantworten. Darf ich?”

Er blickte mich. Seine Augen waren leer, als ob er innerlich grade gestorben sei. Ich wusste nicht ob dies nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen seien sollte. Nach wenigen Sekunden, nickt er ganz langsam mit dem Kopf.
Ich nehme mein iPod aus meiner Hosentasche und schliesse ihn an den Player im Nebenzimmer an. Ein Blick zu Bob, der sofort aufsteht und sich neben den Player stellt, ohne dass ich es vorher mit ihm abgesprochen hätte. Ich gehe rüber zu Amy und strecke langsam meine Hand aus. „Wanna rock it, Baby?”, frage ich. Es ist ein ‘Inside Joke’ von uns beiden. Mit ihrem Lächeln beruhigt sie mich ein wenig. Es ist das erste Mal an diesem 15. April 2009 dass ich mich etwas entspannt fühle. Langsam gehen wir rüber zum neuen für diesen Tag extra eingerichteten ‘Dancefloor’ ihrer Familie. Ihre Hand lege ich auf meine Hüfte, und lege meine auf ihren Rücken. Ein kurzer Blick rüber zu Bob. PLAY!

Und ja, das Lied und den Tanz beenden wir mit einem Kuss. Was mich aber am meisten überrascht, ist die Reaktion der Familie. Es gibt Applaus. Sogar von ihrem Vater, der mir trotzdem in einem kurzen Moment klar macht, dass ich ihr ja nicht weh tuen soll. Ihre Mutter sagt das Gleiche, ihre Schwester gratuliert uns, ihre Brüder wünschen mir „Viel Glück“ und Bob fragt mich wieso ich nicht schon früher am Abend mit Amy tanzen wollte. Ich lächele bei jedem ‘Gespräch.’ Glücklich, endlich dieser Kerl zusein, der ich seien wollte. Ich bin nicht irgendeiner, ich bin ihrer. Ich weiss nicht ob es für immer ist, doch momentan hoffe ich es einfach nur. Dieser Abend ist unvergesslich und so endet er auch mit viel Musik, vielen Tänzen und mit sehr viel Gelächter. Ich hätte an diesem Apriltag alles verlieren können, doch ich habe echt eine Freundin und eine zweite Familie dazu gewonnen.

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Es ist mal wieder April :(

April 10, 2009

Es ist mal wieder April. Mal wieder die Woche, die ich so hasse. Mal wieder die Mitte des Aprils. Mal wieder Trauer. Mal wieder Dinge realisieren.

Hier ein Lied, das ich vor kurzem in einem Fast Food Restaurant gehört habe. Frohe Ostern.

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Pubertät Reloaded oder „Du kannst nicht aussuchen in wen du dich verliebst. Das passiert hormonell”

Februar 11, 2009

Ich kann nachts nicht mehr schlafen. Du bist die einzige Medizin die mich heilen könnte. Ich muss ständig an dich denken, mein Kopf dreht sich rundherum. Was in der Zukunft mit uns passieren wird, ist nur eine von vielen Fragen.
Wenn ich dich sehe, muss ich lachen. Wenn ich dich höre, muss ich schmunzeln. Wenn ich dich sehe und höre, kann ich nicht mehr ruhig sitzen.
Ich weiß nicht ob ich in dich verliebt bin. Ich kenne dich ja kaum. Aber es fühlt sich so an. „I’m physically attracted to you“, möchte ich dir und der ganzen Welt am liebsten sagen. Ich darf’s nicht. Ich kann’s nicht. Sowieso würde keiner mich verstehen. Ich versteh es ja selbst nicht.

Es ist schon schlimm. Dieses Leben. Diese Phase ist es auf jeden Fall. Kein Junge mehr, aber auch noch kein richtiger Mann. Manchmal super glücklich, dann wieder tot traurig.
Wenn ich dich sehe, fühle ich das erste. Ein paar Sekunden später, das zweite. Du bist nicht in meiner Nähe, jedenfalls fühlt es sich so an als ob wir Tausende von Kilometer entfernt wären.

Und doch hab ich das Gefühl als ob du genau weißt was ich will. Ohne dass ich es dir vorher gesagt hätte, hast du in den letzten Tagen genau das gemacht was ich einfach unsterblich schön finde.

Ich glaube fast, dass du „meine“ Amy Juergens bist.
Du bist „meine“ Haley James.
Du bist „meine“ Bella
Du bist „meine“ Julia.

Aber all das reicht nicht aus. Und wie gesagt: bin ich verliebt? Wann ist man verliebt? Ich glaube, dass man erst verliebt ist, wenn man die Person besser kennt als ich dich. Es ist halt einfach noch nicht für mich, für uns. Ich muss irgendwie mit dieser Situation klar werden. Muss sie verstehen. Muss sie verarbeiten. Und ich kann einfach nur hoffen, dass das was vor einigen Monaten für wenige Sekunden real war, in einigen Monaten wirklich real ist. Ich will nicht in einer Traumwelt leben, auch wenn es schön ist. Irgendwann muss jeder die richtige Welt wieder betreten. Das kann ziemlich hart werden, wenn man lange in seiner eigenen Welt gelebt hat. „The real world is always gonna be out there”, sagte Dan Scott mal.

Oh, sie ist wirklich „meine“ Haley. In allem. So eine Person würde ich jetzt gut gebrauchen können. Zusammen warten auf Resultate. Zusammen warten auf Entscheidungen. Zusammen kämpfen. Zusammen hoffen. Zusammen bangen.
Jetzt. Hier. Heute. 2009. In diesem Leben. Wir warten, kämpfen, hoffen und bangen wir zwar zur gleichen Zeit aber (noch?) nicht gemeinsam.

Ich bin krank und du bist die Medizin. Ich bin süchtig und du die Droge.

Ich kann so nicht weiterleben. Ich muss diesen „schwachen Punkt“ bekämpfen und wie Robert Louis Stevenson schon sagte:

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* Zitat im Titel aus einer „Everwood“ Episode.

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Achterbahnfahrt – Teil 2

Februar 8, 2009

Heute war ich auf einem Fest. Toll? Nee, eigentlich nicht. Der einzige Punkt an dem ich mich freute war als ich nach über 4 Monaten mal wieder eine Freundin gesehen habe. Als ich sie sah, hatte ich doch glatt ein Lachen auf meinem Gesicht und ich freute mich sie wieder zusehen. Hatte ich für die anderen Leute noch mein Lächeln aufgesetzt und gesagt wie gut es mir doch geht, konnte ich sie nicht anlügen. Ok, ich konnte ihr auch nicht sagen was los ist. Wirklich nicht. Aber als sie mich fragte wie es mir denn so geht, konnte ich auch kein Lächeln aufsetzen. „Es geht so“, antwortete ich nur und schaute vielleicht sogar traurig drein. Es war sichtlich nicht die Antwort die sie erwartet hatte, wie konnte sie auch, so eine erwarten die wenigsten. Sie schaut mich einfach nur an, tief in die Augen. Wir beide reden nicht, sprechen kein einziges Wort zu einander. Nach ein paar Sekunden schmunzelt sie ein wenig und ich muss auch schmunzeln. Ich glaub wir haben uns doch verstanden ohne zusprechen.
Sie weiß zwar nicht was mit mir *genau* los ist, weiß aber jetzt zumindest, dass nicht alles in Ordnung ist und mein Blick hat ihr wohl auch noch einiges klar gemacht. Mehr konnte und kann ich ihr auch nicht sagen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen auch ihr einfach nur zu sagen, dass alles in meinem Leben „OK“ wäre, aber wie gesagt ich konnt sie nicht anlügen. Nur Gott weiß warum, es ging halt einfach nicht.

Diese paar Sekunden gaben mir aber auch wieder ein wenig Hoffnung, oder wie auch immer das Gefühl heißt was ich gespürt habe. Nein, ich glaub es war keine Hoffnung. Aber egal, es war ein schönes Gefühl. Sonst war auch an diesem Tag nicht so viel los. Leute die meckern, nichts tuen wollen, schon vor dem Kampf aufgeben und sagen dass es sowieso keinen Wert hat zukämpfen, aber sie wollen schon alle mit dabei sein, wenn Fotos für Zeitungen oder sonst irgendwelche Medien gemacht werden. Ich hasse solche Menschen. Erstens geht es komplett gegen meine Lebensphilosophie und zweitens ist so eine Einstellung nicht grade günstig um meine Achterbahnfahrt zubeenden.

Ich hab dann auch heute mehrere Arbeiten für die kommenden Monate angenommen, vielleicht lenkt mich die Arbeit ja ab.
Ganz ehrlich wenn ich die letzten Ereignisse in Familie und Freundeskreis so Revue passieren lasse, scheint es ganz so als ob ich noch ziemlich glücklich bin oder seien müsste. -_-

Ich hab mich nicht besonders auf 2009 gefreut, da mir 2008 viel Spaß bereitet hat und ich nicht damit rechnete dass 2009 noch besser seien würde, dass ich aber so eine Achterbahn der Gefühle erlebe, wusste ich nicht und wollte ich eigentlich auch nicht erleben. Mal schauen wie das weitergeht…

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Dies ist unser Tag

Februar 7, 2009

(Damit nicht zuviele trauernde Stimmung hier aufkommt. Es gab ja auch in den letzten Stunden 1, 2 positive Meldungen. :) )
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Nach mehren Monaten hab ich endlich wieder Zeit für meinen Schwarm, oder umgekeht? Egal, wir haben uns nach Monaten mal wieder gesehen. Ich führte sie richtig aus und zeigte ihr die schönsten Orte meiner Stadt, in der ich momentan noch lebe. Ein Umzug ist für Ende des Jahres, wahrscheinlich November oder Dezember, geplant. Das ist jedoch eine klare Nebensache hier und jetzt. Ich führte sie also aus. Natürlich gingen wir zum Inder, das ist einfach das beste Restaurant der Stadt. Ein kleiner Tisch ist noch frei. Als wir uns dorthin begaben, schauten uns die anderen Leute richtig nach. Einer hat mir zugelächelt und hob seinen Daumen. Ich weiss nicht was diese Geste bedeuten sollte, aber ich empfand es jetzt mal als positiv. Nach nur wenigen Sekunden scheinen alle Leute über uns zureden. Immer wieder schmeissen sie uns Blicke zu und probieren ihren Männern, Frauen, Freunden, Freundinnen irgendetwas zu zuflüstern.

Sie bemerkt ganz schnell, dass ich dieses Geflüstere weniger ausstehen kann als sie und probiert mich etwas zu beruhigen. Es funktionniert. Wie könnte es auch anders sein. Diese wunderschönen braunen Augen, die sie mit feinem Make-Up untermalt hat. Das Lächeln, das mich egalwie schlecht es mir geht, immer für ein paar Sekunden glücklich machen kann. Das kleine Stirnerunzeln, wenn sie schmunzelt oder versucht ein paar Worte meiner Sprache zuverstehen. Ihre Finger mit denen sie immer „spielt“ wenn sie sich nicht richtig für etwas entscheiden kann und/oder sie nervös wird. Die beiden blondgefärbten Haarsträhnen, die ihre Wangen ganz leicht berühren. Ich weiss nicht wann ich mich das letzte Mal so vollkommen gefühlt habe. Wahrscheinlich nie. Soll ich jetzt wieder französisch mit ihr sprechen? Hmm… ich mag es wenn sie dann so dahin schmilzt. Sie mag diese Sprache so sehr und ärgert sich immer wenn ich ein Wort benuze was sie noch nicht kennt. Das ist richtig süss wenn sie das tut.

Langsam nervt mich die Flüsterei auf den Nebentischen aber richtig und es hat zur Folge, dass ich beschliesse direkt nach dem Essen die „Flucht“ mit ihr zu ergreifen.

Bezahlt…und raus

Es ist schon richtig dunkel draussen und die ersten Partymacher kreuzen schon auf. Sie sind mir aber egal, da heute nur für sie reserviert ist. Monate musste ich drauf warten, jetzt will ich auch einen schönen Abend. Ich gehe mit ihr Hand in Hand, mein Gott was hab ich das vermisst, zu meiner absoluten Lieblinsstelle in dieser Stadt und obwohl ich noch nicht alle Orte in diesem Land gesehen habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass es einer der schönsten im ganzen Ländle ist. Und so einen muss ich ihr doch einfach zeigen.

Überall wird getuschelt und ein Autofahrer pfeift ihr hinterher. Da ich sowas nicht ausstehen kann, ich mir aber vorgenommen habe heute nichts „Böses“ zutuen, entscheide ich mich dafür einen Spruch eines Kumpels zubenutzen: „Danke schön! Ich lieb dich auch!“, rufe ich dem sichtlich schockierten Autofahrer hinterher. Mein Schwarm schaut mich an und fragt mich doch glatt, ob sie mich schwul gemacht hat. Wir fangen beide an herzhaft zulachen.

Endlich sind wir da und blicken uns ganz langsam um. Da unten die Arbeiterwelt, dort oben die Finanzwelt, dort hinten Teile der ehemaligen Burg und wir sind hier. Ich habe meine rechte Hand um hiere Taille gelegt und sie schaut mich an und ja… langsam bewegen sich unsere Köpfe aufeinander zu. „Morgen ist sie wieder weg. In London.“, schiesst mir durch den Kopf. Es ist halt wirklich nicht leicht in so eine junge Frau verliebt zusein. Ach… wir sind ja beide richtig gerne vollbelagert mit Arbeit. Und sie ist ja aber auch ganz einfach meine Prinzessin, die ich endlich wieder für ein paar Stunden bei mir habe. Es ist jetzt. Wir sind hier. Zusammen. Dies ist unser Tag, unser Moment.


Lied: Time of my life (David Cook version)